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Musik ist ein wichtiges Bindeglied innerhalb von Jugendkulturen.
Musik verbindet, bietet einen leichten Einstieg in eine Jugendszene.
Musik und die dazugehörige Symbolik (Texte, Szene-Outfit,
etc.) vermitteln Identität und Gruppengefühl und
schaffen somit, neben anderen Merkmalen, ein Abgrenzungsmerkmal
gegenüber anderen Szenen.
So auch in rechtsextremen Kreisen. Für Jugendliche ist
die erste Kassette von Störkraft u.a. oftmals der erste
Kontakt mit rechtsextremer Gesinnung und Symbolik. Manchmal
wird in einem Jugendklub sogar, oft ohne das die Betreuer
über rechtsextreme Bands Bescheid wissen, rechtsextreme
Musik gespielt. Die Identifikation ist perfekt. Der, der noch
nicht rechts ist, wird es mit der Zeit, andere, die sich nicht
anpassen wollen, gehen. So entsteht rechte Dominanz und ist
später nur sehr schwer zu brechen. Eine Schließung
ist oftmals die einzige Lösung.
Darum muss frühzeitig interveniert und die Entstehung
rechtsextremer Dominanz verhindert werden. Dazu gehören
entsprechende Kenntnisse zum Erkennen von rechtsextremer Musik
und Symbolik und ein Wissen über geeignete Interventionsformen.
Welche Inhalte werden vermittelt? Welche Bands gibt es? Welche
Codes werden benutzt? Welche Labels gibt es? Wie sollte jeder
reagieren im eigenen Jugendklub? Wie ist die Dynamik der Szene
und wie wird mit Verboten umgegangen? Was ist indiziert (verboten),
woher bekomme ich die nötigen Informationen, wie kommen
Jugendliche an indizierte Tonträger?
All diese Fragen sollen in diesem Seminar in der Einführung
behandelt werden. Tiefergehende Folgeseminare müssen
folgen. Der Workshop richtet sich primär an Menschen
die in der Jugendarbeit tätig sind.
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