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Seit Jahrzehnten werden Atomkraftwerke
als das positive Pendant der Atomenergienutzung im Vergleich
zu Atombomben dargestellt. Viele, die dieses Szenario beschreiben,
vergessen allerdings, dass die so genannte friedliche
Nutzung der Atomenergie noch nie von der militärischen
zu trennen war. Atomkraftwerke wurden oft nur deshalb gebaut,
um billig an den Bombenstoff zu kommen. Der Mythos friedliche
Nutzung hat sich aber erhalten. Erst jüngst ist die Diskussion
um dieses Thema wieder aufgeflammt, als mit Uran ummantelte
Geschosse bei NATO-Einsätzen im Irak und Kosovo zur Verwendung
kamen. Die Spur des verwendeten Urans ließ sich bis
in die Wiederaufarbeitungsanlagen für Atommüll zurückverfolgen,
wodurch der Zusammenhang von Atomkraftwerken zu militärischen
Einsätzen deutlich wurde. Ein weiterer Aspekt der Diskussion
um die Nutzung der Atomenergie ist die Machtfrage, die sich
dabei aufwirft. Atomkraftwerke wurden und werden als politisches
Machtmittel benutzt. Die Beispiele Indien und Pakistan zeigen
dies aktuell und offensichtlich. Aber auch die europäische
Friedenspolitik setzt auf dieses Druckmittel.
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