Jugendbildungswerk Selbstdarstellung Arbeitsfelder Seminare Links Kontakt
letzte Änderung: 06.03.2002 12:33

Seminar „Aufrüstung weltweit - und was die „zivile“ Nutzung damit zu tun hat“

Termin: 10.04.2002
Ort: Leipzig (Sachsen)
Beginn: 18.00 Uhr
Zielgruppe: Jugendliche zwischen 14 und 35 Jahren
Anzahl der Teilnehmer: ca. 15
Ziel:

Seit Jahrzehnten werden Atomkraftwerke als das positive Pendant der Atomenergienutzung im Vergleich zu Atombomben dargestellt. Viele, die dieses Szenario beschreiben, vergessen allerdings, dass die so genannte „friedliche“ Nutzung der Atomenergie noch nie von der militärischen zu trennen war. Atomkraftwerke wurden oft nur deshalb gebaut, um billig an den Bombenstoff zu kommen. Der Mythos „friedliche“ Nutzung hat sich aber erhalten. Erst jüngst ist die Diskussion um dieses Thema wieder aufgeflammt, als mit Uran ummantelte Geschosse bei NATO-Einsätzen im Irak und Kosovo zur Verwendung kamen. Die Spur des verwendeten Urans ließ sich bis in die Wiederaufarbeitungsanlagen für Atommüll zurückverfolgen, wodurch der Zusammenhang von Atomkraftwerken zu militärischen Einsätzen deutlich wurde. Ein weiterer Aspekt der Diskussion um die Nutzung der Atomenergie ist die Machtfrage, die sich dabei aufwirft. Atomkraftwerke wurden und werden als politisches Machtmittel benutzt. Die Beispiele Indien und Pakistan zeigen dies aktuell und offensichtlich. Aber auch die europäische „Friedenspolitik“ setzt auf dieses Druckmittel.

ReferentInnen: Roland Blach (Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen, Kornwestheim) und Gerhard Piper (Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit, Berlin)
Teilnehmerbeitrag: 5 Euro
Anmeldeschluß: 03.04.2002

 
für dieses Seminar anmelden