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Bei diesem Seminar sollen zwei grundsätzliche
Gedanken im Vordergrund stehen: einerseits sollen insbesondere
politische Flüchtlinge nicht nur als Mitglieder der sozialen
Gruppe "Flüchtlinge" wahrgenommen werden, sondern
vielmehr als Subjekt mit einer politischen Vergangenheit gegebenenfalls
einem politischen Wirkungsfeld auch in der BRD (exilpolitische
Betätigung) angesprochen werden. Andererseits sollen
auch interessierte Jugendliche, die bisher kaum mit dem Schwerpunkt
Antirassismus vertraut sind, die Möglichkeit haben, mit
Flüchtlingen über diese Themen zu reden, um selbst
Informationen zu erhalten und gedanklichen Austausch zu fördern.
Der Workshop ist nicht nur ein Beitrag zur politischen Bildung
der deutschen bzw. hier aufgewachsenen TeilnehmerInnen. Anhand
verschiedener Fallbeispiele steht die Vermittlung politisch-historischen
Wissens für die TeilnehmerInnen im Mittelpunkt.
Die nicht-deutschen ReferentInnen sprechen jeweils über
Bewegungen, denen sie selbst angehörten bzw. angehören.
Die deutschen ReferentInnen arbeiten zum Teil seit mehreren
Jahren wissenschaftlich zu den hier genannten Themen. In einer
Zeit, wo zahlreiche "postmodernistische " und bürgerliche
Theoretiker das "Ende von Ideologie" sehen wollen,
erscheint es sinnvoll, sich anhand des Nahen Ostens und Nordafrikas
noch einmal mit der Frage der Übernahme linker Ideologie
und Strukturen auseinanderzusetzen und die Besonderheiten
politischer Bewegung in diesem kulturell zusammengehörenden
Raum herauszuarbeiten und daran anknüpfend nach den Perspektiven
vorgestellter und mit diesen verwandten Bewegungen zu fragen.
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