|
In diesem Seminar werden die ReferentInnen
in Kurzvorträgen die Entwicklung der "Fußball-Fan-Kultur"
in Ost und West beleuchten. So steht im Mittelpunkt die Entwicklung
einer starken rechtsextremen Szene in diesem Bereich. So zum
Beispiel bei Hertha BSC Berlin oder dem Dresdner SC. Jetzt
ein Auszug: Der Berliner Erstligist Hertha BSC will verstärkt
gegen Rechtsextremisten in der Fankurve vorgehen. Wie Pressesprecher
Hans Georg Felder bekannt gab, soll die Hausordnung des Olympiastadions
um einen "Antirassismusparagraphen" ergänzt
werden, der rechtsradikale Sprüche mit Hausverbot ahndet.
Zudem soll mit einem Filmspot, vor dem Spiel auf der Anzeigentafel
im Stadion zu sehen sein wird, den unerwünschten Besuchern
aus der rechten Ecke die rote Karte gezeigt werden. "In
der Vergangenheit gab es immer wieder rechtsradikale Äußerungen
von Besuchern des Olympiastadions", sagt der Hertha-Sprecher
der taz. Von Fans will er nicht sprechen: "Fans sind
Leute, die beim Spiel gute Laune verbreiten. Davon kann bei
denen nicht die Rede sein." Insbesondere vor der DVU,
NPD und "Republikaner" mehrfach versucht, unter
den Fans, insbesondere rechten Hooligans, Fuß zu fassen.
"Die NPD weiß, dass es bei uns so eine Strömung
gibt", erklärt Felder. Und schließlich garantiere
der Fußball eine breite gesellschaftliche Beachtung,
welche die Rechten als Plattform nutzen wollten. Hertha-Anhänger
besorgen dem Verein immer wieder Negativschlagzeilen: "Wir
bauen eine U-Bahn von St. Pauli bis nach Auschwitz" und
"Ruhrpott-Kanacken ins Gas", lauten die Sprüche,
die nach Heimspielen des Vereins in der U-Bahn zu hören
sind.
|